Dienstag, 16. September 2014

Great Barrier Reef Trip oder die Jagd nach einer Unterwasserschildkroete...







Heute stand sie dann endlich an, die Fahrt zum Great Barrier Reef, bzw zu einem kleinen Teil des groessten und einzigem aus dem Weltall erkennbaren lebenden Gebilde.
Schon vor unserer Fahrt mussten Davide und ich ein paar Entscheidungen faellen. Scuba Diving (Anfaengertauchen in kleinen Gruppen) oder Schnorcheln, Unterwasserkamera mieten oder nicht, welches Angebot annehmen usw.. Im Endeffekt entschieden wir uns gegen die beiden teuren Angelegenheiten Scuba und Kamera, dafuer fuer die Tour zum Michaelmas Cay auf dem Katamaran der wohlklingenden Crew von "Passions of Paradise"
Also gut, morgens um 7 Uhr losgehen, das ist seit meiner Ankunft in Cairns wieder ein Problem, aber was tut man nicht alles fuer unvergessliche Erlebnisse. Auf der zweistuendigen Katamaranfahrt holte ich dann ein bisschen Schlaf nach und bin gleichzeitig nochmal zwei drei Farbtoene dunkler geworden, ich weiss echt nicht wo das hinfuehren soll...
Endlich am Michaelmas Cay angekommen, wurden wir dann noch gewarnt auf der Insel rumzulaufen, die Sandinsel ist naemlich ein Naturschutzgebiet auf dem grade hunderte Voegel ihre Eier ausbrueten, deswegen darf man nur auf einem kleinen abgesperrten Bereich die Insel betreten.
Nun ging es endlich ins Wasser und sobald ich meinen Kopf unter der Wasseroberflaeche hatte konnte ich unfassbare Korallen sehen, in allen Farben und Formen, dazu Fische so bunt wie aus einem Kindermalbuch, und beides so nah dass man aufpassen musste dass man nichts beruehrt bzw kaputt macht..
Als wir dann ne kurze Pause am Strand machten, sagte mir eine Frau aus der Crew, dass die Chance, Schildkroeten zu sehen an dieser Stelle hoeher sei als an der zweiten Schnorchelstelle, also sprang ich gleich wieder ins Wasser um am "Edge" des Riffs nach Schildkroeten zu suchen. Ich holte in einer halben Stunde alles aus meinem Landrattenkoerper raus was ging, gefunden hatte ich aber "nur" mich umkreisende 40 cm Fische und natuerlich ganz viele Nemos in ihren Anemonen.
Im Hintergrung Michaelmas Bay


Meine Enttaueschung war aber schon abgeklungen, als ich das Lunch-Buffet sah, das am Ende noch ca 20 extra Shrimps fuer mich bereit hielt. Die zweite Schnorchel Stelle ein paar hundert Meter von der Sandinsel entfernt war auf den ersten Blick und mit vollem Magen erstmal nicht so der Knaller, da es an der Anfangsstelle ziemlich tief war und die Wellen und Stroemung nicht so ein ruhiges Schnorcheln zuliessen.. Davide hatte nicht so eine grosse Lust zu schnorcheln und so ging ich erstmal alleine ins Wasser... irgendwann war ich ganz weit abseits mit zwei weiteren Schnorchlern, und dann sahen wir sie, eine "Green Turtle" oder zu deutsch Suppenschildkroete, nur 3 Meter unter uns und gechillt wie sonst was am schwimmen. Ich bin in meinem Leben noch nicht so viel getaucht wie in den folgenden 5-10 Minuten... Ich bin ueber, neben und unter der Schildkroete geschwommen und war einfach unfassbar nah an ihr dran! Diese Tiere kann man einfach ganz und gar nicht mit einer Landschildkroete vergleichen, und es war ein Riesenerlebnis so was zu sehen.
Die Rueckfahrt konnte ich danach einfach nur geniessen, der einzige Wehrmutstropfen war, dass wir uns gegen die Unterwasserkamera entschieden haben. Allerdings war es gut die 150 Dollar mehr fuer das Tauchen zu sparen, denn die Taucher haben keine Schildkroete gesehen :b Und ich denke ich werde meine Eindruecke auch ohne Fotos nicht vergessen :)

Anbei noch ein paar sexy Fotos von mir und Davide und ganz liebe Gruesse an alle die sich diesen ellenlangen Text durchgelesen haben :)




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